MORESI KAFFEE AG | Steinhaldenstr. 5 | CH-8954 Geroldswil
MORESI CAFFÈ SA | Piazza della Bottega | CH-6937 Breno

Wer hats erfunden?

Kaffee ist ein relativ junges Getränk. Seine Ursprünge liegen im 14. oder 15. Jahrhundert. Wenn man der Legendenbildung glauben darf, die sich um die Kaffeebohne rankt, so verdanken wir ihre „Entdeckung" nicht den Menschen, sondern den Ziegen.


Das kam so: In Abessinien (heute Äthiopien), das als Ursprungsland des Kaffees gilt, leben bis heute zahlreiche nomadische Hirtenvölker mit ihren Ziegenherden. Eines Tages fiel einem spitzfindigen Hirten auf, dass es in seiner Herde zwei Arten von Tieren gab: Die einen waren eher müde, träge, behäbig und nur schwer zum Weiterziehen zu bewegen, die anderen hingegen waren quicklebendig, gesund und immer auf dem Sprung. Als jener Hirte sich daran machte, die Ursachen dieses Phänomens zu erforschen, entdeckte er Überraschendes: Die Ziegen die besonders lebendig waren knabberten leidenschaftlich gerne an den Früchten mit weissen Blüten und roten bohnenförmigen Früchten. Kurz: Der Hirte kostete diese Beeren und stellte fest, dass sich bei ihm die gleiche belebende Wirkung einstellte wie bei seinen Tieren.


Keine Frage: Bei diesem Gewächs handelte es sich um nichts anderes als den Kaffeestrauch.
Es ist nicht klar überliefert, wie der Kaffee zu seinem Namen kam. Die einen meinen, dass das Wort Kaffee von der äthiopischen Provinz Kaffa, bez. von den dort ansässigen Kaffern kommt. Im arabischen Raum nannten die Kaffeeverehrer der ersten Stunde ihr neues Lieblingsgetränk „quhwa" und wussten sehr wohl was sie damit meinten. Es bedeutet nämlich soviel wie „Wein" oder „pflanzliches Getränk" schlechthin. Da der Prophet Mohammed seinen Anhängern den Weingenuss jedoch strikte verboten hatte, schlürften sie den belebenden Saft aus der Bohne jedoch um so begieriger.


Dass der Kaffee bei uns eben Kaffee heisst, dürfte jedoch eher auf die türkische Form dieses Namens „Kahve" zurückzuführen sein. Denn schliesslich waren es ja die Türken, die zur Popularisierung dieses schwarzen Gebräus in Europa beigetragen haben.


Aber noch sind wir bei den Sklavenjägern des 14. und 15. Jahrhunderts, die den Kaffee in Afrika kennengelernt haben. Bald gab es einen eigenen grossen Ausfuhrhafen für Kaffee namens „Mocha". Nach dieser alten im Jemen gelegenen Hafenstadt ist übrigens unser heutiger „Mokka" benannt.
Vor dort aus trat der Kaffee - wahrscheinlich über das Rote Meer, Ägypten und das Mittelmeer - seinen Siegeszug rund um die Welt an.


Die Hafenstadt „Mocha" hatte lange Zeit eine Monopolstellung im Kaffeehandel inne. Von dort aus dürften auch die Moslems zwischen Mekka und Medina Bekanntschaft mit dem Getränk aus der Bohne geschlossen haben. Die Muselmanen waren die eigentlichen Vorbereiter des Kaffees. Denn der Aufstieg des Kaffees ist untrennbar mit dem Erstarken des Islam und der Ausbreitung des osmanischen Reiches verbunden. In Mekka jedenfalls - soviel steht fest - war der „Türkentrank" schon gegen Ende des 15. Jahrhunderts heimisch.


Die Europäer mussten sich noch zwei Jahrhunderte gedulden, bis sie in den Genuss dieses Getränkes kamen. Mitte des 17. Jahrhunderts brach das arabische Monopol für den Kaffeehandel endgültig zusammen. Der Dominanz im Welthandel durch die europäischen Seefahrernationen konnte auch der Handel mit Kaffee nicht länger ausgeschlossen bleiben. 1658 machten die Holländer die Kaffeepflanze in ihrer Kolonie Java heimisch. Es dauerte daher auch nicht lange, bis die Kaffeebohne im botanischen Garten von Amsterdam heimisch wurde.


Schon 1668 war Kaffee in Nordamerika bekannt. Die Holländer pflanzten Kaffee nicht nur in ihren südostasiatischen Besitzungen, sondern auch in Indien, auf Ceylon und schliesslich auch in Surinam an. Vor dort aus breitete sich die Kultur des Kaffees in Mittel- und Südamerika aus, in jenen Gebieten also, die heute den mit Abstand grössten Anteil der Weltkaffeeproduktion liefern.

 

Quelle:"Kaffee" kleine Liebhaber-Bibliothek

2009 - 2017 © by MORESI KAFFEE AG, Geroldswil, Switzerland - - produced by swisskonzept - ZiC Association